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Sommerpause

Huch, schon wieder ein Jahr vorbei. Also seit der letzten Sommerpause.

Es ist wieder soweit. Blumen blühen, laue Winde wehen, die Sonne lacht. So sende ich Euch passend zur Jahreszeit

 

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Einen wunderschönen Sommer Euch allen.

Eure Monni

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Walters Bart

Es ist raus. Walter ist jetzt solo. Seine Frau Susi hat ihn verlassen. Die Kinder hat sie mitgenommen. Auf und davon ist sie, nach Australien. Da hat sie wohl nen Neuen.

„Was sie an dem nur findet, Mietze? Was hat der nur, was ich nicht habe? Noch nicht mal Haare hat er. Ach, soll sie doch mit dem Glatzkopf bleiben wo der Pfeffer wächst“, vertraute mir Walter vor ein paar Tagen nach Beendigung der Schmollphase an. Dann schaute er in den Spiegel – wir befanden uns im Badezimmer – strich über seinen Bart, seufzte: „Da müssen wir jetzt ran, was Mietzilein?“, nahm die Schere, kappte das Barthaar auf Vor-schmoll-Phasen-Länge und überlegte, sein Konterfei taxierend: „Was machen wir denn daraus Schönes, hm, gibt ja heute die dollsten Sachen?“

 

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„Am Ende hat sie sich an meinem Bart gestört, jetzt, wo sie auf mit ohne Haare steht. Soll ja voll sein mit Bakterien, so ein Bart.“, nuschelte er, während er sich großzügig mit Rasierschaum einseifte. Dann griff er zum Rasierer und machte sich ans Werk. Bald war das Vor-schmoll-Phasen-Stadium wieder hergestellt

 

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und er nahm die behaarte Zone über der Oberlippe in Angriff. „So ein Bart ist ja Ausdruck für Individualität und Selbstbewusstsein, sagt man“, erklärte er, in seinem Tun plötzlich inne haltend.

 

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„Egal, was ab muss, muss ab“, fuhr er fort und rasierte weg, was ihn ein halbes Leben lang, die glücklichen Ehejahre mit Susi inklusive, begleitet hatte.

„Na, wie seh ich aus?“, wollte er wissen.

 

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„Ist mir egal, so lange Du nicht auf die Idee kommst, mich zu rasieren“, gab ich zur Antwort.

„Wie neu geboren, was Mietze?“, fügte er an, tätschelte meinen Kopf und startete mit einem beherzten „So, jetzt gehen wir frühstücken“ in sein neues Leben.

Es scheint etwas Befreiendes zu haben, sich die Haare abzuschneiden. Ich habe das bei Menschen schon öfter beobachtet, das zeitgleiche Abwerfen von Fell und seelischen Altlasten. Walter geht es jetzt auf jeden Fall wieder besser.

Euch eine wundervolle Woche,

Eure Monni

Valentinskurier

 

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Gesehen am letzten Dienstag während der Fellwäsche auf meiner Fensterbank: einen Blumenkurier. Genau, da war Valentinstag.

Ich bekam keine Blumen. Aber mein Freund Kumpel hat mir eine Maus mitgebracht. Ich hoffe, auch Ihr habt etwas Schönes geschenkt bekommen.

Ich wünsche Euch eine wunderbare Woche,

Eure Monni

 

Frohes Fest

Na, nabt Ihr alle Päckchen gepackt? Den Baum geschmückt? Kekse gebacken? Alle Zutaten für das Weihnachtsmenue beschafft? Schnee bestellt? Die Weihnachtssongs eingeübt?

 

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Mit und ohne all diesen Dingen wünsche ich Euch morgen ein Frohes Fest!

Fette Katzenumarmung, Monni

Helikopterfrauchen

 

Neulich Nachmittag auf einem Streifzug am Dorfausgang traf ich endlich wieder einmal Arnold. Ich hatte ihn seit Wochen nicht gesehen. Er sah komisch aus. So komisch, dass ich im ersten Moment erschrak, als er aus einem Gebüsch sprang und direkt vor meinen Pfoten landete. „Allmächtige Bastet, was ist denn Dir passiert?“, brach es aus mir heraus. „Helikopterfrauchen“, gab er zur Antwort und erklärte, dass er neuerdings im Haus schräg gegenüber wohne, bei Frau Matthes, dem Neuzugang im Dorf. Sie sei sehr nett, er dürfe in ihrem Bett schlafen, ihr Sofa in Beschlag nehmen, erhalte drei mal am Tag eine Nacken-Wellness-Massage und fünf mal am Tag gebe es etwas zu fressen, ausschließlich Premiumfraß, nur vom Feinsten.

Leider sei Frau Matthes auch ein bisschen überbesorgt und habe ständig Angst, ihm könne etwas zustoßen. Sobald sie ihn längere Zeit nicht zu Gesicht bekommen habe, suche sie nach ihm. Egal, wo er sei, ob in der Wohnung,

 

 

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im Speicher,

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im Keller,

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oder draußen.

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Und das Zeug an seinem Körper sei das Resultat einer medizinischen Überversorgung durch Frau Matthes, die hypochondrisch veranlagt sei.

 

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„Oje“, bedauerte ich den Entstellten. „Iwo“, entgegnete Arnold, der das Verarzten lustig fand und die Verbände und Pflaster mit dem Stolz eines dem Höllenfeuer entgangenen präsentierte. Während wir so plauderten rief von Gegenüber immer wieder jemand: „Peterchen, Peterchen“, dazwischen Geraschel von Kunststoff.

„Peterchen, das bin ich“, sagte Arnold, nachdem er seinen Bericht geschlossen hatte. „Die Vieruhrjause ruft, Bio-Rindfleisch-Riegel. Kommst Du mit?“ Ich lehnte dankend ab, ich hatte keine Lust auf einen Verband. Man weiß ja nie. Wir rieben unsere Schnauzen aneinander, dann schlenderte Arnold über die Straße und verschwand hinter der Hecke seines neuen Heims.

Wunderschöne Woche allerseits und nehmt Euch in acht vor Drohnen und anderen Flugapparaten!

Eure Monni