Wo geht’s denn hier nach Helgoland?

Es ist schon eine Weile her, da saß ich auf der Wiese hinter meinem Haus, als von oben krächzende Laute an mein Ohr drangen:

„ Hey, Katze, wo geht’s hier nach Helgoland?“, wurde ich gefragt.

Ich blickte nach oben und sah einen Vogel von einer Art, die ich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen hatte:

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„Tschuldigung, ich hab mich verflogen, ich will nach Helgoland“, erläuterte das Federvieh seine Situation.

„Helgoland? Was willst Du denn da?“, wollte ich wissen.

„Fischen“,

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kreischte der Vogel.

„Fischen kannst Du auch hier. Es gibt einen tollen See ganz in der Nähe“, erklärte ich.

„Ja, aber ich kann den Süßwasserfraß nicht mehr sehen. Mir ist mal wieder nach was Herzhaftem“, insistierte der Weißgefiederte.

Leider kannte ich den Weg nach Helgoland nicht und wollte dem Vogel schon sagen, dass ich ihm nicht helfen könne, da kam Karthäuser des Weges.

„Ähm, also“, guck in die Luft, „hmmm…“, räusper, „ähhh…“, Nase hochzieh, „also…“, hob er an, auf meine Frage, ob er wisse, wie man nach Helgoland komme, zu antworten.

Während Karthäuser um Worte für die perfekte Antwort rang, zog der Vogel seine Kreise über unseren Köpfen.

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Dann wurde es ihm zu blöd, er landete, ließ sich neben uns nieder

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und meckerte:

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„Also, was ist jetzt?“

„Keine Ahnung“, platzte es mit einem Mal aus Karthäuser heraus.

„Schietkram, dammi noch ens, dat is kein Speck na mien Beck, die soll de Kuckkuck halen…“, zeterte der Vogel los.

Karthäuser und ich verstanden kaum ein Wort, doch am Grad der Entrüstung erkannten wir, dass der außer sich Geratene nicht gerade eine Liebeserklärung machte. Mitten hinein in das Gekrächze kreischte plötzlich eine zweite Stimme über unseren Köpfen:

„He, Du da unten“.

Wir blickten nach oben und sahen noch einen Vogel von einer Art, die ich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen hatte:

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„Ich bin auf dem Weg nach Helgoland. Mir ist ganz dröhnig vom allein Fliegen. Kommst Du mit?“, fragte der Krummschnabel seinen Artgenossen.

Ohne zu zögern erhob selbiger sich flatternd in die Lüfte,

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warf uns noch ein trockenes „Moin“ zu und die beiden flogen davon.

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„Tschüss“, maunzte Karthäuser, „guten Flug“, rief ich den beiden noch hinterher, doch ich glaube, sie konnten uns nicht mehr hören, denn sie hatten es sehr eilig und waren schon in Kürze am nördlichen Horizont verschwunden.

Eine gute Woche wünsche ich Euch, Leckerst un Best, Eure Monni

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