Eine schöne Bescherung

Vorgestern war ein besonderer Tag. Walter kam wie jeden Morgen, um mir mein Frühstück zu servieren. „Na, Mietzilein, heute ist Heiligabend. Da hab ich was ganz Besonderes für Dich besorgt: Lachs, gedünstet, mit feinen Krabbenstücken in saftiger Sauce“, las er mir vor, öffnete die Verpackung und gab den Inhalt in eine flache Porzellanschale mit goldenem Tannenzweigdekor am Rand. In eine zweite Schale, ebenfalls aus Porzellan, auf dem Gefäßboden befand sich ein als Weihnachtsmann verkleidetes Rentier und die Aufschrift ‚Merry X-Mas’, füllte er eine doppelte Portion Trockenfutter. Ich begann zu speisen, er strich mir über den Rücken und sagte: „Ja, Mietzilein, lass es Dir schmecken. Und heute Nachmittag gibt es noch eine Überraschung“. Dann verließ er hektisch das Haus.
M-wird-gestreicheltAls er am Nachmittag wieder kam, bugsierte er ein riesiges Paket durch die Tür. Es war eingeschlagen in rotes Papier mit goldenen Sternen und verziert mit einer silberfarbenen Schleife, auf der im Wechsel mit Weihnachtskugeln, Tannenbäumen und Glocken geflügelte Katzen aufgedruckt waren.

W-Karton

 

Er stellte das Paket in meinem Zimmer ab und sagte: „So, Mietzilein, jetzt gibt’s erst was zu fressen und dann machen wir Bescherung. Was möchtest Du? Feine Scholle, gegrillt in Kräutercreme?“ „Bitte nicht schon wieder Fisch.“ „Oder vielleicht lieber Hühnerragout mit zarten Gemüsestücken? Na, Fisch gab’s heute Morgen schon, nehmen wir das Huhn, was?“ „Ja, bitte!“ Er servierte mir das Ragout in einer Schale mit stilisierten Schneeflocken. Während ich mich darüber hermachte verschwand Walter in der Küche, um das Geschirr vom Vormittag zu spülen und sich einen Kaffee zu machen. Als ich satt war, begab ich mich aufs Sofa und machte mich daran, mein Fell zu waschen. Jetzt kam Walter in mein Zimmer. Die Tasse mit dampfendem Kaffee, sie war dekoriert mit einem Handstand machenden Weihnachtsmann, stellte er auf dem Beistelltisch neben dem Sofa ab und sagte: „Schau mal Mietzilein, Dein Geschenk. Wollen wir das mal aufmachen?“ Er beugte sich über das Paket, zog an der Schleife, entfernte das Geschenkband und hielt es vor meine Nase. „Schau mal, mit Katzen drauf, extra für Dich“. Dann entfernte er das Geschenkpapier, öffnete das Paket und packte aus: einen ’Trinkbrunnen’, eine ‚Kuschelhöhle groß’ und eine ‚Raketenmaus 9 cm’. „Na, Mietze, wie findest Du das?“

Was für eine Überraschung. Ich hüpfte vom Sofa, um mir die Dinge, die ich vor zwei Wochen im Internet bestellt hatte, aus der Nähe zu betrachten.

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Ich schnupperte am Trinkbrunnen, pfotelte ein paar mal nach der Raketenmaus und begab mich schließlich in die Kuschelhöhle, um ein wenig Probe zu liegen. Während ich so lag und darüber nachdachte, wo wohl der Fur Pong abgeblieben ist, hörte ich, wie Walter sich daran machte, die Verpackung wegzuräumen und Wasser in den Trinkbrunnen zu füllen. Ich schlief ein.

Als ich aufwachte, war es dunkel und Walter gegangen. Ich trank ein wenig aus dem vor sich hinsprudelnden Brunnen und ging dann, ich hatte den ganzen Tag noch keine Pfote vor die Tür gesetzt, rüber, um Walter und seiner Familie in ihrer Edelhütte einen Besuch abzustatten. Nachdem ich mit großem Hallo begrüßt worden war, begab ich mich auf die Sitzlandschaft. Mitten im Raum stand ein prächtig geschmückter Weihnachtsbaum. An einem der Äste hing ein Objekt, das dem bei ‚alles für die Katz’ abgebildeten Fur Pong aufs i-Tüpfelchen glich.

Fur-PongUnd, habt Ihr auch eine Überraschung erlebt? Was habt Ihr so geschenkt bekommen? Lasst es mich wissen, wenn Ihr mögt. Bis dahin, Eure Monni.

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